Ergebnisse der Big Data Governance Studie

Gemeinsame Studie mit NTT Data, Digital Analytics Association und Leuphana Universität identifiziert Chancen und Risiken für Datenanalyseprojekte

Die Anwendung und Nutzung von Big Data in Unternehmen und Organisationen nimmt rasant zu. Dabei sind die Verantwortlichen nicht nur mit technischen Herausforderungen konfrontiert, sondern müssen sich auch zunehmend mit nicht-technischen Fragestellungen zu Datenorganisation und -hoheiten, Entscheidungsstrukturen sowie Einfluss von Datenschutz und -sicherheit auseinandersetzen. Vor diesem Hintergrund hat die NTT DATA Deutschland GmbH in Kooperation mit dem Digital Analytics Association e.V., der Alexander Thamm GmbH und der Leuphana Universität in Lüneburg die Online Studie „Big Data Governance – eine Reifegrad-Analyse für Deutschland“ aufgesetzt. Es wurden vornehmlich Kunden aus dem IT- und Automobilsektor zum Thema Big Data Governance befragt.[1]

Hauptergebnis der Online-Studie ist, dass mehr als zwei Drittel der IT-Führungskräfte bereits Erfahrung mit Big Data-Projekten haben – gleichzeitig viele jedoch Datenschutzrisiken fürchten. Big Data Governance ist als strategisches Informationsmanagement notwendig, um diese Gefahren zu vermeiden.

Gemischte Gefühle gegenüber Big Data

Für viele Befragte liegen Chancen und Risiken von Big-Data-Analysen nah beieinander: Rund 33 Prozent der Umfrageteilnehmer antworteten auf die Frage, was sie unter Big Data verstehen, dass sie den Begriff mit Chancen assoziieren. Andererseits haben 47 Prozent Bedenken, wenn sie Big Data hören.

Trotz alledem haben 67 Prozent der befragten Unternehmen bereits Big-Data-Projekte umgesetzt. Schwerpunkte waren dabei Marketing, Vertrieb und Produktion.

Technik, Datenschutz und Budget als Erfolgsfaktoren

Die drei wichtigsten Erfolgsfaktoren für Big Data-Projekte sind der Studie zufolge das Meistern technischer Herausforderungen (22 Prozent) sowie die Einhaltung von Datenschutz (20 Prozent) und Budget (18 Prozent). Dabei stellte sich ein Zusammenhang heraus zwischen den Erfolgsaussichten der Projekte und der technologischen Integration in die bestehende Business-Intelligence-Infrastruktur: Rund 83 Prozent der Firmen, die Big Data komplett integriert haben, haben auch ihre funktionalen Ziele vollständig oder sogar über das anvisierte Maß hinaus erreicht. Zu diesen Zielen zählen beispielsweise Performance, Datenschutz, Sicherheit oder Integration in bestehende Lösungen.

Auch beim Thema Budget weisen die Ergebnisse auf eine Korrelation hin: Unternehmen, die zehn bis zwanzig Prozent ihres IT-Budgets für Big Data aufwenden, erreichen ihre Ziele in höherem Maße, als diejenigen, die weniger Geld dafür reservieren. Dies zeigt, dass ein gewisses Mindestbudget notwendig ist, um ein Big Data-Projekt erfolgreich durchzuführen. Dementsprechend landen die finanziellen Mittel auf Platz drei der Erfolgsfaktoren.

Struktur im Datensalat mit Big Data Governance

BigDataGovernance-Strukturen sind eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen großangelegter Datenanalyseprojekte. Rund 67 Prozent der Unternehmen, die über solche Strukturen verfügen, schaffen es die funktionalen Ziele vollständig oder sogar über das angestrebte Maß hinaus zu erreichen. Von den Firmen, die keine Big Data Governance haben, können nur 22 Prozent gleich gute Ergebnisse erreichen.

Nicht zuletzt hat die Umfrage untersucht, welche Aufgaben funktionierende Big-Data-Governance erfüllen sollte. Am wichtigsten war den Befragten, dass sie organisatorische Strukturen, Standards, Richtlinien und Prozesse (46 Prozent) definieren sollte. Auf Platz zwei steht für die Umfrageteilnehmer die Definition einer Big Data-Strategie inklusive Messkriterien (32 Prozent). Überraschenderweise sehen die befragten IT-Verantwortlichen die Definition und Bereitstellung von Technologien (15 Prozent) und interne Big Data bezogene Kommunikation (7 Prozent) als untergeordnete Aufgaben an.

[1]Insgesamt haben 37 Unternehmen (Großunternehmen und großer Mittelstand) an der Befragung teilgenommen.

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