Sommerfest 2016: Austausch zu Digitalisierung und Data Science

Matthias Kröner von der Fidor Bank, Reza Razavi von BMW, Andreas Lawrenz von MAN und Torsten Schön von den Munich Data Geeks diskutieren über Data Sciecen, Digitalisierung und deutsche Unternehmenskultur. Moderiert wird das Panel von Alexander Thamm.

Auf unserem großen Branchen- und Partnertreffen, dem jährlich stattfindenden Sommerfest 2016 in München, stellten wir gemeinsam mit hochrangigen Vertretern der Münchner IT- und Big Data-Szene sowie zahlreichen Entscheidern und Vorreitern aus dem Big Data und Data Science-Umfeld fest, dass sich Deutschland in Sachen Digitalisierung zwar auf dem richtigen Weg befindet, dass es aber noch immer an Grundlegendem fehlt: dem Verständnis für den Nutzen von Big Data Analytics, an Fachpersonal im Bereich Data Science und infolgedessen am richtigen Umgang mit Daten.

Expertenpanel zu Digitalisierung, Data Science und Kultur

Bei der Paneldiskussion am Abend diskutierten die Digitalisierungs-Experten Matthias Kröner, CEO der Fidor Bank, Reza Razavi, Chief Data Artist bei BMW, Torsten Schön, Vorstand Munich Datageeks e.V. sowie Andreas Lawrenz, Head of Digital Innovation bei MAN u.a. darüber, ob die Unternehmenskultur in Deutschland im Vergleich etwa zum Silicon-Valley einen Nachteil hinsichtlich der Digitalisierung darstellt und ob die USA bei der Digitalisierung wirklich die Nase vorn hat. Die Experten waren sich einig, dass die Digitalisierung in Deutschland zwar bereits stark voranschreite und die Geschäftsmodelle von Unternehmen grundlegend verändere, dass es sich aber um einen Prozess handle, der Zeit und innovative Lösungen brauche. Weiterhin hielten sie übereinstimmend fest, dass Big Data Analytics und die daraus generierten Erkenntnisgewinne und Mehrwerte in den nächsten Jahren ein fundamentaler Bestandteil eines jeden Unternehmens sein würden und enorme Chancen böte.

Digitalisierung ist Herausforderung und Chance zugleich

„Es geht nicht darum, den Menschen durch Maschinen zu ersetzen, sondern vielmehr darum, kognitive Prozesse abzubilden. Und dabei spielen Daten eine essentielle Rolle“, erklärte auch unser Gründer und CEO Alexander Thamm. Die Panel-Teilnehmer unseres Sommerfest 2016 waren sich ferner einig darüber, dass die Digitalisierung unabhängig vom Standort Herausforderung und Chance zugleich sei und dass sich Deutschland als Industriestandort mit großem Potenzial und zahlreichen Patentanmeldungen im internationalen Vergleich keinesfalls verstecken müsse. Es gelte nur, sich auf die eigenen Stärken zu besinnen, den hiesigen Innovationsgeist auch in puncto Vermarktung noch mutiger nach außen zu tragen und noch mehr Risikofreudigkeit und Veränderungsbereitschaft an den Tag zu legen. Ferner sollte noch stärker in die Ausbildung von Fachkräften investiert werden, damit das Verständnis für Big Data und den Nutzen von Datenanalysen, und zwar über die IT hinaus, deutlich werde und anschließend im Business verankert werden könne. Hier könnten sich große Unternehmen auch etwas von der Agilität eines Start-ups abschauen.

Präsentationen ausgewählter Technologiepartner

Neben der Panel-Diskussion standen an diesem Abend ausgewählte Technologiepartner der Alexander Thamm GmbH im Mittelpunkt. „Um mit Daten erfolgreich arbeiten zu können, benötigen wir ein umfassendes technologisches Gesamtpaket. Nur dank der innovativen Lösungen unserer Partner und des stetigen Austauschs mit ihnen können wir die Vielzahl unserer Data Science-Projekte überhaupt erfolgreich umsetzen“, so Alexander Thamm weiter.

Self-Service Datenanalyse mit Alteryx

In 20-minütigen Vorträgen stellten die Partner konkrete Anwendungsbeispiele und Lösungen aus den Bereichen Big Data Analytics und Data Science vor. Andreas Leichtle von Alteryx, dem Marktführer von Self-Service Data Analytics, behandelte das Thema „Self-Service Datenanalysen in der Praxis“ am Beispiel zielgruppenspezifischer Kundenansprache („Smart Targeting“): Wie können Unternehmen Daten nutzen, um ihren Kunden maßgeschneiderte Angebote zu machen? Anhand eines Anwendungsbeispiels bildete er den gesamten Prozess von Datenbereinigung, Datenverknüpfung über geospatiale bis hin zur prädiktiven Analyse ab und entwickelte eine Antwort auf diese Frage.

Cisco über Internet of Things und Connected Cars

John Kafantaris von Cisco sprach anschließend über „The Next Must-Have Consumer Electronics Device“ und darüber, wie sich das Internet of Things und Connected Cars nutzen lassen, um die Kundenerfahrung (Customer Experience) zu verbessern, welche Potenziale vernetzte Automobile bieten und wie weit die Entwicklung bereits fortgeschritten ist. Er stellte in diesem Zusammenhang die firmeneigene IoT-Lösung Cisco Jasper vor und hielt fest, dass im Hinblick auf vernetzte Daten ein „Wandel von reinen Services hin zur Monetarisierung“ im Gange sei.

Datendialog statt Reporting mit Qlik

Matthias Pietzsch und Andreas Vogels von Qlik (NASDAQ: QLIK), einem führenden Anbieter im Bereich Visual Analytics, gingen in ihrem Vortrag „Datendialog statt Reporting dank moderner BI“ darauf ein, wie sich mit Analytics-Tools genau diejenigen Daten filtern und korrelieren lassen, die Einblicke in operative Abläufe erlauben, Erkenntnisse liefern und anschließend Maßnahmen ermöglichen. Am fiktiven Beispiel eines Baumaschinenherstellers demonstrierten sie, auf welche Weise sich Vertriebsprozesse verschlanken, die Conversion Rate steigern und etwa Cold Leads ausschließen lassen.

MapR über datengetriebene Geschäftsmodelle

Zuletzt hielt Fabian Wilckens von MapR, Marktführer bei Apache Hadoop-Technologien für Big Data-Implementierungen, einen Vortrag über „High-Frequency Decisioning – Revolution durch datengetriebene Geschäftsmodelle“. Er warf dabei einen Blick zurück auf die Anfänge der Datenanalysen, stellte die Top-Anwendungsfälle für Big Data in der heutigen Zeit heraus und ging auf Faktoren ein, die bei der sogenannten Digitalen Transformation eine Rolle spielen.

In-Memory Datenbank EXASOL

Für erfolgreiche Data Analytics-Projekte wird zudem eine leistungsstarke Datenbank benötigt. Hier setzen die Data Scientists der Alexander Thamm GmbH auf EXASOL, eine In-Memory-Datenbank mit höchster Performance und Skalierbarkeit. Sie wurde speziell für Analysezwecke (In-Memory Analytics) entwickelt und hilft Unternehmen dabei, große Datenvolumen in Echtzeit zu analysieren sowie BI-Anwendungen und Reportings zu beschleunigen – und zwar von kommerziellen Datenanwendungen bis hin zu komplexen Analysen.

Graphic Recording, Schnellzeichner und Connceted Flipper

Alle Vorträge und das Panel von unserem Sommerfest 2016 wurden von einer Graphic Recording Künstlerin live mitgezeichnet. Neben den Fachvorträgen und der Panel Diskussion bot das Event auch zahlreiche Möglichkeiten zum Networking und Austausch mit Kollegen zu Themen rund um Data Science, Digitalisierung und Big Data. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch ein buntes Rahmenprogramm. Ein besonderes Highlight war auch dieses Jahr wieder der Connected Flipper, mit dem wir das Thema Internet of Things greifbarer machen möchten. In einem Flipperautomaten von 1987 wurden von unseren Mitarbeitern im Rahmen eines internen Projekt Sensoren eingebaut und Echtzeit-Analyse durchgeführt. Von einem Schnellzeichner konnten sich die Gäste innerhalb weniger Minuten verewigen lassen. Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt. Ein großes Barbecue wurde frisch im Innenhof für die Gäste zubereitet. Zum Nachtisch konnte man sich an der Frozen Yoghurt Bar bedienen.

Wir möchten uns bei unseren Gästen und Sponsoren für ihre Teilnahme bei unserem Sommerfest 2016 bedanken und freuen uns schon auf nächstes Jahr!

Hier noch ein paar Impressionen vom Sommerfest 2016:

 

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