DevOps – moderne Vorgehensweise für produktive Softwarelösungen

von | 23. Oktober 2020 | Grundlagen

Im Bereich DevOps dreht sich alles um die Prozessverbesserung. Besonders in der heutigen Zeit spielen Effizienz und Kontrolle für viele Unternehmen eine entscheidende Rolle. Genau diesen Ansatz verfolgt DevOps, was sich aus den Begriffen Development und IT Operations ergibt. Doch worum genau handelt es sich bei diesem Ansatz und welchen praktischen Mehrwert bringt ein DevOps-System für die Betriebe und Unternehmen in der heutigen Zeit? 

Was ist DevOps? 

DevOps-Systeme basieren auf vielen unternehmerischen Strukturen und Anwendungen. Hierbei handelt es sich nicht um ein Programm oder um eine Software, sondern mittlerweile fast um eine Art individuelle Unternehmenskultur. Durch die Verbindung aus Entwicklung und dem IT-Betrieb hat eine DevOps-Maßnahme das Ziel, für eine umfassende Verbesserung der Administration im System zu sorgen. 

Dies bedeutet konkret mehr kollektive Zusammenarbeit, mehr Bereitschaft für neue Experimente, mehr Effizienz in der eigenen Verwaltung und mehr Projekterfolg. In diesen Prozess werden rund um das DevOps-Konzept sowohl die Konzepte als auch die Mitarbeitenden und natürlich die Kunden und Verbraucher integriert. Dadurch soll der gesamte Prozess im Hintergrund der IT auf ein neues Niveau gebracht werden, um Forschung und Entwicklung für neue Prozessoptimierungen nutzbar zu machen. 

Was ist DevOps
© IDC Central Europe GmbH

Allgemeine Begriffserklärung 

Aufgrund der häufigen Unklarheit des Begriffs DevOps entstehen im unternehmerischen Sinne immer neue Formen der Interpretation. Auch wenn das Ziel der Maßnahmen eine effiziente und reibungslose Zusammenarbeit in den Bereichen Operations und Development darstellt, lassen sich fünf unabhängige Grundprinzipien herausstellen. 

  1. Kultur: Beibehalten qualitativer und persönlicher Maßstäbe sowie gegenseitiges Vertrauen 
  2. Automatisierung: die stetige Effizienzsteigerung durch den Einsatz von Maschinen und lernenden Programmen
  3. Rücksicht: gegenseitige Transparenz und einen Fokus auf das Unternehmen als Ganzes 
  4. Messbarkeit: einheitliche Bewertung für Erfolge und Entwicklungen im Betrieb 
  5. Teilen: Darstellung und gegenseitige Unterstützung mit Wissen und Erkenntnissen. 

Auf Basis dieser fünf Bereiche lassen sich die Ansätze der Systeme treffend zusammenfassen. Sie stellen immer die Grundlage einer gemeinsamen und erfolgreichen Zusammenarbeit dar und verfolgen den Zweck, die Qualität des Endprodukts zu erweitern. Dennoch liegt der Fokus jederzeit auf den Mitarbeitern, die mit Ihrem Engagement jede neue Veränderung möglich machen.


EXKURS: Was ist der Unterschied zu DataOps?

So wie DevOps die Art und Weise der Softwareentwicklung verändert hat, verändert DataOps die Art und Weise, wie wir Datenprodukte erstellen. Durch die Nutzung der DevOps-Methoden haben Teams Geschwindigkeit, Qualität und Flexibilität erreicht, indem sie eine Lieferpipeline und eine Feedback-Schleife zum Erstellen und Verwalten von Softwareprodukten eingesetzt haben. DataOps verwendet einen ähnlichen Workflow, um die gleichen Ziele für Teams zu erreichen, die Datenprodukte erstellen. Während beide auf agilen Frameworks basieren, unterscheiden sie sich stark in der Implementierung von Build, Test und Release. DataOps Services erfordert die Koordination sich ständig ändernder Daten und aller Personen, die unternehmensweit mit Daten arbeiten, während DevOps die Koordination zwischen Softwareentwicklern und IT erfordert.

Was macht ein DevOps-Engineer?

Der DevOps-Engineer hat die Aufgabe, neue Tools und Softwarelösungen zu erarbeiten und diese in den täglichen Betrieb zu integrieren. Einfach gesagt ist er immer auf der Suche nach neuen Optionen, die technische Vielfalt zu erweitern und die Arbeit produktiver zu gestalten. Zur Arbeit als DevOps-Engineer sind zahlreiche Kenntnisse in den Bereichen Informatik und Wirtschaft erforderlich. Auch ein Abschluss als IT-Administrator schafft an dieser Stelle eine gute Voraussetzung. 

In dieser Hinsicht steht die Aufgabe im Fokus, die Integration des DevOps-Ansatzes im Unternehmen voranzutreiben und den Aufwand während der Umsetzung zu vermindern. Auch die Analyse ist ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit, um mögliche Fehler vorab ausfindig zu machen und die Kosten dauerhaft zu reduzieren. Dies macht die Arbeit von gut ausgebildeten DevOps-Engineers vor allem in großen Betrieben zu einer wichtigen Tätigkeit, um die volle Kontrolle über die Entwicklung zu behalten.

„25 Prozent deutscher Unternehmen wollen bis 2022 die Hälfte ihrer Anwendungen mit cloudnativen Tools entwickeln“ – IDC Studie zu DevOps 

 

Wie ist der Begriff DevSecOps einzuordnen?

Die ständige Erweiterung und Entwicklung der eigenen Cloud und Softwarelösungen verursacht schnell erhebliche Risiken im Bereich der Sicherheit. Aus diesem Grund hat sich der Begriff DevSecOps zu einem neuen Maßstab entwickelt, um den Unternehmen trotz stetiger Optimierung die nötigen Anwendungen im Bereich der Sicherheit zu bieten. Dies macht Probleme und Schwachstellen schnell ermittelbar

In Verbindung mit regelmäßigen Tests und Überprüfungen der neuen Software bietet der DevSecOps Ansatz eine deutliche Steigerung der Effizienz. So werden bei kleinen Fehlern keine Rückabwicklungen der bisherigen Projekterfolge möglich, da die Hindernisse schnell beseitigt werden können. Trotz der zunehmenden Automatisierung bleibt die Sicherheit daher stets erhalten.

Fazit

Laut IDC wird DevOps von immer mehr deutschen Unternehmen zum wichtigen Werkzeug für die Entwicklung und den laufenden Betrieb von Applikationen. Das Potenzial kann nur ausgeschöpft werden, wenn moderne Infrastrukturen und aktuelle Deployment-Methoden als ganzheitlicher Prozess integriert werden. IDC zeigt in einer aktuellen Studie auf, dass Unternehmen, die DevOps Prozesse noch nicht gänzlich anwenden und noch großes Verbesserungspotenzial vorhanden ist. Die Voraussetzung dafür ist, dass Entwickler, Tester, Operations, Fachabteilungen und das IT-Management das Konzept lebt. DevOps wird die Anwendungsentwicklung nicht nur effizienter gestalten, sondern auch qualitativ auf ein neues Niveau heben. 

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